„Die Akzeptanz für Agri-PV ist sehr hoch – besonders in Kombination mit Bürger-Genossenschaften“ Foto: Bürgerverein Beuren Ob Genossenschaft, Gemeinde oder Landwirt – Agri-PV bringt sie zusammen. Axel Pustet im Gespräch über reale Projekte, politische Hindernisse und die Chancen einer neuen Solarbewegung. Was macht ihr bei axess solar genau – und wie bist du selbst zum Thema Agri-PV gekommen? Zum Thema Agri-PV bin ich gekommen, weil ich seit 2011 mit Nachführsystemen (umgangssprachlich Tracker genannt) zu tun habe. Von unseren eigenen Trackern haben wir in Afrika zwischen 2016 und 2020, also bis Corona mehr als 500 MW produziert, geliefert und installiert. Ein früherer Kollege hat mich 2022 auf ein Agri-PV-Projekt mit Trackern in Österreich aufmerksam gemacht, seitdem bin ich für das Thema Feuer und Flamme. Nach jahrelanger Arbeit mit großen internationalen Solarfirmen wollte ich kleinere, lokale Projekte für Landwirte und Energiegenossenschaften umsetzen. Mit axess solar machen wir genau das, wir beraten regionale Partner und verbreiten die Idee. Aktuell bearbeiten wir 116 Bauanträge für 1 MW-Agri-PV, davon sind 45 genehmigt. Zudem unterstützen wir z. B. den Bürgerverein Beuren e.V. bei einem 4,2 MW-Projekt in Singen, und gründen eine Genossenschaft für ein Bürgerenergie-Projekt an der Autobahn. „Letztendlich haben Bürgergenossenschaften deutliche Vorteile im Markt.“ Was macht Agri-PV aus deiner Sicht besonders spannend und wie gut funktioniert das mit der landwirtschaftlichen Nutzung unter den Modulen wirklich? Spannend ist einerseits, dass Agri-PV durch das EEG auf fast allen Flächen förderfähig ist. Zum anderen hoffen wir, dass sich der Kampf um landwirtschaftliche Flächen verändern wird, wenn diese gleichzeitig für die Energieerzeugung genutzt werden. PV-Anlagen liefern ca. 40-fach mehr Energie als Energiepflanzen für Biogasanlagen. So bleiben landwirtschaftliche Flächen erhalten, und Höfe gewinnen ein zusätzliches Standbein, was ihr Überleben sichert. Tracker-PV-Anlagen erzeugen mehr Strom in den Randstunden, wenn Energie knapp und teuer ist, und reduzieren den Bedarf an Batterien, die für die Energiewende essenziell sind. Durch die Erfahrung mit zig Bauanträgen sind wir natürlich auch sensibilisiert worden. Wir lehnen mittlerweile Kunden ab, die „Alibi-Agri-PV“ errichten wollen, bei der zu geringe Reihenabstände die landwirtschaftliche Nutzung einschränken. Eine von uns in Auftrag gegebene Fraunhofer-ISE-Studie (2023) bestätigt, dass Agri-PV bei geeigneten Abständen sowohl landwirtschaftliche als auch Solarerträge für Kulturen wie Gemüse, Raps oder Weizen sichert. Erste Anlagen belegen dies auch in der Praxis. Axel Pustet Axel Pustet ist Geschäftsführer der axess solar GmbH und Pionier im Bereich Freiflächen-Photovoltaik mit Nachführsystemen. Seit 2011 realisiert er nationale und internationale Tracker‑PV‑Projekte und fördert als Mentor im Bundesverband Bürgerenergie gezielt Agri‑PV‑Vorhaben von Energiegenossenschaften. Ihr arbeitet auch mit Energiegenossenschaften zusammen, wie läuft so eine Zusammenarbeit ab und was würdest du Genossenschaften, die sich dafür interessieren mit auf den Weg geben? Wir sind Mentor im Programm des Bundesverbands Bürgerenergie, das Bürgerenergiegenossenschaften Agri-PV näherbringt. Am 1./2. Juli 2025 findet ein Workshop vor Ort auf der Agri-PV-Anlage in Beuren (Singen) statt. Voraussetzung für erfolgreiche Projekte ist eine detaillierte Analyse, um Risiken auszuschließen. Man muss sich alles ansehen, die Einspeisemöglichkeiten ins Netz bzw. Kombination mit anderen Energieformen (z. B. Fernwärme), rechtliche Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeit, Bodenrisiken sowie Solar- und landwirtschaftliche Erträge. Auch Fragen, wie stelle ich sicher, dass ich den Status Agri-PV langfristig nicht verliere, sind wichtig. Gibt es bereits realisierte Projekte, bei denen sich gezeigt hat, dass Agri-PV und Bürgerenergie besonders gut harmonieren? Welche Erfahrungen konnten dabei gesammelt werden – auch im Hinblick auf Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und Zusammenarbeit? Die Akzeptanz für Agri-PV ist sehr hoch, wobei Behörden zunehmend auf „echte“ Agri-PV achten. Gemeinden lehnen oft normale PV ab, begrüßen aber Agri-PV, besonders in Kombination mit Bürgergenossenschaften oder Vereinen. Die Einbindung der Gemeinde erleichtert den Prozess zusätzlich. Genehmigungsverfahren bei Landratsämtern und Städten laufen mit Agri-PV schneller, insbesondere wenn Bürger beteiligt sind, wie beim 4,2 MWp-Projekt in Beuren. Beim Spatenstich waren der Bürgerverein, die Sparkasse, der Bürgermeister, der Anlagenbauer und unterstützende Politiker aus Bundestag und EU anwesend – es war eine große Ehre für uns auch dabei gewesen zu sein. „Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber im Endeffekt ist es China.“ In deiner Arbeit mit verschiedensten Akteuren der Energiewende, wo siehst du die Rolle der Genossenschaften in fünf Jahren – eher als nette Ergänzung oder als echten Treiber der Energiewende mit einem hohen Anteil an der Energieerzeugung? Die Bürgerenergiegenossenschaften werden nicht die sogenannten „großen“ ersetzen können. Ich hoffe aber schon, dass Bürgergenossenschaften einen höheren Anteil an der Stromerzeugung erreichen. Viele Projekte mittlerer Größe, z.B. 5 bis 15 MW sind in der Hand von Bürgergenossenschaften deutlich einfacher zu realisieren. Ich denke, dass auch die Kommunen und die aktuell aufkommenden Regionalwerke lieber mit Bürgergenossenschaften zusammenarbeiten wollen. Letztendlich haben Bürgergenossenschaften durch die regionale Wertschöpfung deutliche Vorteile im Markt, die sie auch nutzen werden. Die „großen“ haben Tracker (nur in Deutschland) noch nicht so sehr auf dem Radar, Agri-PV bietet Möglichkeiten, hier einfach schneller zu sein. Du bist schon seit Jahren aktiv im Bereich der Energiewende, in Deutschland und darüber hinaus. Wenn du mit all deiner Erfahrung auf die aktuelle Lage schaust, insbesondere im Bereich Agri-PV, wo siehst du derzeit die größte Chance für eine gelingende Transformation? Was muss die Politik konkret angehen? Die letzte Bundesregierung hat viel getan, viel auf den Weg gebracht, wie das Solarpaket 1, das seit Mai 2024 in Kraft ist. Es sieht einen deutlich erhöhten Technologiebonus für Agri-PV vor. Manchen ist der zu hoch, aber wir sehen ihn als notwendige, vorübergehende Anschubfinanzierung für die Etablierung der besten Form der solaren Energieerzeugung. International sind Tracker Standard und nur in Deutschland die Ausnahme. Das ist auch logisch, da Tracker ca. 25 % mehr Ertrag bringen. Die EU-Beihilfegenehmigung fehlt aktuell noch und das führt dazu, dass fertig errichtete Anlagen – wie in Beuren – nicht eingeschaltet werden. Der Hintergrund ist, dass die EU im Zeichen der erhöhten Preise für Strom zu Beginn des Kriegs in der Ukraine gefordert hat, die sogenannten „Übererlöse“ auch der Solar- und Windanlagen gesetzlich abzuschöpfen. Ich bin zuversichtlich, dass die Beihilfegenehmigung kommt, da im Wirtschaftsministerium daran gearbeitet wird, und uns auch hochrangige Politiker aller Parteien unterstützen. Natürlich haben auch wir Bedenken, dass durch die Besetzung des Wirtschaftsministeriums aus dem Management von großen Energieversorgern die fossile Oil&Gas Industrie, wie in den USA auch,
Die Zukunft der BürgerEnergie: Trends und Ausblick
Die Zukunft der BürgerEnergie: Trends und Ausblick Die deutsche Energiewende befindet sich in einer entscheidenden Phase. Während der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bereits 58 Prozent erreicht hat, spielen Bürgerenergiegenossenschaften eine immer wichtigere Rolle bei der dezentralen Energieversorgung. Doch welche Entwicklungen zeichnen sich für die kommenden Jahre ab? Eine starke Basis Energiegenossenschaften sind ein Erfolgsmodell. Ende 2023 gab es in Deutschland rund 900 Energiegenossenschaften mit etwa 225.000 Mitgliedern. Zusammen haben sie über 3,2 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert. Der Großteil, fast 95 % der Mitglieder, sind Privatpersonen, was eine enge Verbindung zur Gemeinschaft zeigt. Wie attraktiv das Modell ist, zeigen auch die Neugründungen. Im Jahr 2024 kamen etwa 70 neue Genossenschaften hinzu, viele im Bereich der Nahwärme-Versorgung. Energiegenossenschaften warten nicht auf die Zukunft, sondern gestalten sie aktiv mit. Auf dem Weg in die Zukunft: Sechs zentrale Trends 1. Digitalisierung und smarte Stromnetze Die Energiewirtschaft wird digitaler. Intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, helfen Genossenschaften, ihre Anlagen effizienter zu nutzen und flexibel auf Schwankungen im Netz zu reagieren. Künstliche Intelligenz (KI) prognostiziert Energieerzeugung und -verbrauch präzise, was die Netzstabilität stärkt. Laut dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) könnten Smart Grids bis 2030 bis zu 20 % der Betriebskosten senken. Doch viele Technologien sind noch in der Erprobung, und auch Genossenschaften müssen kluge Investitionsentscheidungen treffen. 2. Blockchain: Transparenz im Energiehandel Blockchain-Technologie verspricht, den Energiehandel zu revolutionieren. Sie ermöglicht direkte Transaktionen zwischen Erzeugern und Verbrauchern – etwa Nachbarn, die Strom teilen – ohne Zwischenhändler. Besonders für Herkunftsnachweise von grünem Strom bietet Blockchain Potenzial. Allerdings befinden sich die meisten Projekte noch in der Pilotphase. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts sind Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Technologie noch nicht ausgereift (Quelle: Fraunhofer FIT, 2024). 3. Sektorenkopplung: Energie ganzheitlich denken Die Zukunft liegt in der Verknüpfung von Strom, Wärme und Mobilität. Energiegenossenschaften erweitern ihr Portfolio, etwa durch: Power-to-Heat: Überschüssiger Strom wird in Wärme umgewandelt. Elektromobilität: Aufbau von Ladestationen für E-Autos. Wasserstoff: Nutzung von Überschussstrom für die Elektrolyse. Diese Ansätze eröffnen neue Geschäftsfelder, erfordern aber hohe Investitionen und technisches Know-how. Laut Statista könnte der Wasserstoffmarkt in Deutschland bis 2030 ein Volumen von 10 Milliarden Euro erreichen. Mitgliederstruktur von Energiegenossenschaften in Deutschland im Jahr 2023 (Quelle: DGRV) 0 % Privatpersonen Unternehmen / Banken 0 % Landwirte 0 % Kommunen / Kirchen 0 % 4. Dezentralisierung: Energie vor Ort Die Energiewende wird zunehmend lokal. Kleine Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Blockheizkraftwerke prägen das Bild. Virtuelle Kraftwerke (Virtual Power Plants) bündeln dezentrale Anlagen und vermarkten deren Strom effizient. Für Genossenschaften, die traditionell lokal verwurzelt sind, bietet dies große Chancen. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) könnten virtuelle Kraftwerke bis 2030 bis zu 15 % des Strommarkts abdecken. 5. Neue Speichertechnologien Energiespeicher sind essenziell, um Schwankungen bei Wind und Sonne auszugleichen. Neben Lithium-Ionen-Batterien gewinnen Alternativen wie Druckluftspeicher, thermische Speicher oder Power-to-Gas an Bedeutung. Für Genossenschaften bieten Speicher die Chance, ihren Strom gezielt zu vermarkten und Netzdienstleistungen anzubieten. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts könnten Batteriespeicher bis 2030 um 30 % günstiger werden (Quelle: Fraunhofer ISE, 2024). 6. Bessere Rahmenbedingungen durch Politik Die Politik unterstützt die Bürgerenergie. Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED II) erkennt Energiegemeinschaften rechtlich an und stärkt ihre Position. In Deutschland werden Vereinfachungen bei Gründung und Betrieb von Genossenschaften sowie steuerliche Erleichterungen diskutiert. Diese Entwicklungen könnten die Attraktivität der Bürgerenergie weiter steigern. Fazit: Die Bürgerenergie hat Zukunft Die Bürgerenergie ist ein zentraler Treiber der Energiewende. Mit innovativen Technologien, neuen Geschäftsmodellen und politischer Unterstützung haben Energiegenossenschaften großes Potenzial. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob sie neue Technologien wirtschaftlich integrieren, genug Kapital einsammeln und ihre Mitglieder für komplexere Projekte begeistern können.
Genossenschaftsanteile als Mitarbeiter-Benefit
Genossenschafts-Anteile als Mitarbeiter-Benefit: Wie Unternehmen Klimaschutz und Mitarbeiterbindung verbinden können In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und Sinnstiftung für Arbeitnehmer:innen immer wichtiger werden, suchen Unternehmen nach neuen Wegen, um ihre Belegschaft nicht nur finanziell, sondern auch ideell zu fördern. Eine besonders wirkungsvolle und innovative Möglichkeit: Anteile an Energiegenossenschaften als Mitarbeiter-Benefit – um die Umwelt zu schützen und Mitarbeitende langfristig zu binden und zu motivieren. Wie funktioniert das? Und warum lohnt sich das für Arbeitgeber und Mitarbeitende gleichermaßen? Was sind Energie-Genossenschaften? Energiegenossenschaften sind eingetragene Genossenschaften (eG), die sich auf die Förderung erneuerbarer Energien konzentrieren. Sie betreiben Projekte wie Windparks, Solaranlagen oder Nahwärmenetze und ermöglichen Bürger:innen, Kommunen und Unternehmen, sich finanziell und ideell an der Energiewende zu beteiligen. Laut der Verbraucherzentrale Hamburg wurden seit 2006 über 1.000 Energiegenossenschaften in Deutschland gegründet, mit mehr als 220.000 Mitgliedern und einem Investitionsvolumen von etwa 3,6 Milliarden Euro. Charakteristisch ist die demokratische Struktur: Jedes Mitglied hat unabhängig von der Höhe seiner Beteiligung eine Stimme in der Generalversammlung, was die Unabhängigkeit von Großinvestoren sichert. der Arbeitnehmer:innen bevorzugen nachhaltig orientierte Arbeitgeber* 0 % Genossenschaftsanteile als Mitarbeiter-Benefit Unternehmen, egal welcher Rechtsform, können ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit bieten, Anteile an Energiegenossenschaften zu erwerben, entweder als Bonus, durch Zuschüsse oder als Teil eines strukturierten Benefit-Programms. Dies ist besonders attraktiv, da es die Mitarbeiter direkt in die Energiewende einbindet und gleichzeitig finanzielle Vorteile bietet. Mehrwert für Arbeitgeber Stärkung der ArbeitgebermarkeEine Umfrage von Stepstone zeigt: 66 % der Beschäftigten in Deutschland legen großen Wert darauf, dass ihr Arbeitgeber Nachhaltigkeit ernst nimmt; 65 % möchten bereits im Bewerbungsprozess konkrete Nachhaltigkeitsinitiativen kennenlernen. Durch die Bereitstellung von Genossenschaftsanteilen positionieren sich Unternehmen als Teil der Energiewende vor Ort, was die Employer Brand nachhaltig stärkt und besonders ökologisch orientierte Talente anzieht. Mitarbeiterbindung und MotivationLaut der Trendstudie „Nachhaltigkeit von Unternehmen aus Arbeitnehmersicht“ (HEUTE UND MORGEN, August 2023) begrüßen 74 % der Arbeitnehmer:innen nachhaltiges Engagement ihres Arbeitgebers. Mitarbeitende, die sich ökologisch engagieren können, identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen, was die Fluktuation senkt und die Produktivität steigern kann. Regionale Wertschöpfung und ESG-ReportingDie Unterstützung von Energiegenossenschaften zeigt Engagement für die Energiewende, stärkt die Corporate Social Responsibility (CSR) und verbessert das ESG-Profil (Environmental, Social, Governance) des Unternehmens. Mehrwert für Mitarbeitende Finanzielle Beteiligung mit RenditechanceAnteile an etablierten Energiegenossenschaften bieten in der Regel eine Dividendenrendite von 2 – 4 % bei moderatem Risiko. Im Vergleich zu klassischen Sparformen (z. B. Tagesgeld oder Festgeld mit < 1 %) kann dies eine attraktive Ergänzung zum Portfolio sein. Die Verbraucherzentrale Bremen schreibt zum Risiko, dass die “Beteiligung […] eine relativ sichere und für alle Bürgerinnen und Bürger offene Form der Investition in den regionalen Klimaschutz (ist)”. Wertschätzung und MotivationEin solcher Benefit zeigt, dass der Arbeitgeber die Werte der Mitarbeiter:innen, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit, ernst nimmt, was die Arbeitszufriedenheit steigern kann. Außerdem ist es ein außergewöhnlicher Benefit, der für die Mitarbeitenden langfristig Vorteile hat. Beteiligung an der EnergiewendeMitarbeitende werden zu Mitgestaltenden der regionalen Energiezukunft, erhalten transparente Einblicke in Projekte und erleben, wie ihr Kapital direkt in solare Photovoltaik-, Wind- oder Nahwärmeprojekte fließt. Dies schafft identitätsstiftende Motivation und stärkt das Umweltbewusstsein. Lust auf einen genossenschaftlichen Benefit? Einfach bei uns melden. Wir von valueverde ermöglichen genau diesen Benefit – einfach, digital und rechtssicher. Über unsere Plattform können Unternehmen ihren Mitarbeitenden ganz unkompliziert Anteile an geprüften Energiegenossenschaften anbieten. Wir kümmern uns um: ✅ die Kommunikation mit der/den Genossenschaften✅ die Koordination und Abwicklung✅ die Kommunikation an die Mitarbeitenden✅ die digitale Verwaltung der Beteiligungen Ob als Bonus, als Mitarbeiter-Benefit-Programm oder im Rahmen von ESG-Initiativen – wir machen’s möglich. Unternehmen, die Interesse an einem klimawirksamen Mitarbeiter-Benefit haben, können sich hier bei uns melden: Name Email Position & Unternehmen senden Fazit Genossenschaftsanteile sind mehr als nur ein nachhaltiger Benefit – sie sind eine innovative und zukunftsorientierte Maßnahme. Sie verbindet finanzielle Vorteile mit ökologischem Engagement und bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich als nachhaltige und attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Als Unternehmen profitiert man zudem von: Attraktivem Employer Branding durch authentisches Nachhaltigkeits-Engagement Langfristiger Mitarbeiterbindung, da Beteiligte Teil einer Gemeinschaft werden Positiven ESG-Kennzahlen und regionaler Wertschöpfung Warum also nicht heute den ersten Schritt gehen und gemeinsam mit einer regionalen Energiegenossenschaft einen neuen Dauer-Benefit etablieren? *Quelle: Stepstone: https://www.thestepstonegroup.com/deutsch/newsroom/pressemitteilungen/studie-drei-von-vier-beschaeftigten-wuerden-sich-eher-bei-nachhaltigen-unternehmen-bewerben/
Investieren in eine Energiegenossenschaft: Alles was du wissen musst
Investieren in eine Energie-Genossenschaft: Alles was du wissen musst Energiegenossenschaften ermöglichen Bürger:innen, aktiv an der Energiewende teilzunehmen und gleichzeitig in erneuerbare Energien zu investieren. Doch wie genau funktioniert eine solche Investition? Welche Rendite ist zu erwarten? Und welche Risiken bestehen? In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige rund um die Beteiligung an Energiegenossenschaften. 1. Was ist eine Genossenschaft? Eine eingetragene Genossenschaft (eG) ist eine demokratische Unternehmensform, die ihren Mitgliedern gehört. Diese Mitglieder sind gleichzeitig Investoren und können über die Geschicke der Genossenschaft mitentscheiden. Ähnlich zu einer klassischen Aktiengesellschaft (AG) – dort gehört das Unternehmen den Aktionären. Im Unterschied zu einer AG lautet das Prinzip einer Genossenschaft: „Ein Mitglied – eine Stimme“, unabhängig von der Höhe der investierten Summe. Genossenschaften gibt es in vielen Bereichen, darunter Energie, Wohnen, Landwirtschaft, Handel oder Finanzen. Beispiele sind Energiegenossenschaften, die erneuerbare Energien fördern, oder Bankgenossenschaften, wie die Volks- und Raiffeisenbanken. 2. Wie kann ich in eine Energiegenossenschaft investieren? Um in eine Energiegenossenschaft zu investieren, musst du Mitglied werden und Genossenschaftsanteile erwerben. Der Ablauf sieht meist wie folgt aus: Beitrittserklärung: Du füllst einen Antrag auf Mitgliedschaft aus. Zeichnung von Anteilen: Du entscheidest, wie viele Anteile du erwerben möchtest. Kapital überweisen: Nach Annahme deines Antrags überweist du den entsprechenden Betrag – dafür erhältst du eine E-Mail mit den Kontodaten der Genossenschaft. Mitbestimmung: Du erhältst Stimmrecht in der Generalversammlung und kannst über wichtige Entscheidungen der Genossenschaft mitentscheiden. 3. Welche Rendite kann ich erwarten? Energiegenossenschaften verfolgen in erster Linie nachhaltige Ziele. Dennoch sind sie wirtschaftliche Unternehmen, die Erträge erwirtschaften. Deine Rendite ergibt sich aus: Dividendenzahlungen: Falls die Genossenschaft Gewinne erwirtschaftet, können diese an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Die Dividende variiert je nach Genossenschaft, liegt aber häufig zwischen 2 % und 6 % pro Jahr. Vergünstigte Stromtarife: Manche Energiegenossenschaften bieten Mitgliedern günstigeren Ökostrom oder andere Vorteile. Langfristige Wertstabilität: Genossenschaftsanteile sind nicht volatil wie Aktien und garantieren langfristige Wertstabilität. Wichtig: Als Mitglied einer Genossenschaft bestimmst du über die Dividendenzahlung mit. Wie bei einer Aktiengesellschaft, macht der Vorstand meistens einen Vorschlag über die Höhe. 4. Haftung: Gibt es ein Risiko für mein Kapital? Ein großer Vorteil von Energiegenossenschaften ist die begrenzte Haftung. Mitglieder haften nur mit ihrer Einlage – eine Nachschusspflicht besteht in der Regel nicht. Das bedeutet, dass du maximal dein investiertes Kapital verlieren kannst, aber nicht darüber hinaus in Haftung genommen wirst. Hinweis: Auf der valueverde-Plattform findest du nur Genossenschaften bei denen keine Nachschusspflicht besteht. Energiegenossenschaften sind in Deutschland aktiv. 0 Quelle: DGRV-Jahresumfrage Energiegenossenschaften 2024 5. Welche Risiken gibt es? Auch wenn Energiegenossenschaften als relativ sichere Investition gelten, gibt es einige Risiken, die man kennen sollte: Marktrisiken: Änderungen in der Einspeisevergütung oder fallende Strompreise können die Wirtschaftlichkeit der Anlagen beeinflussen. Technische Risiken: Defekte oder ineffiziente Anlagen können zu geringeren Einnahmen führen. Risiko des Totalverlustes: Bei wirtschaftlichem Misserfolg der Genossenschaft, etwa durch Fehlkalkulationen, Insolvenzen oder externe Schocks, kann es im schlimmsten Fall zu einem vollständigen Verlust der eingezahlten Einlage kommen. Dieses Risiko ist zwar selten, sollte aber bedacht werden. Regulatorische Risiken: Gesetzesänderungen, etwa zur Förderung erneuerbarer Energien, können sich auf die Erträge auswirken. Fazit: Ist eine Investition in eine Energiegenossenschaft das Richtige für dich? Energiegenossenschaften bieten eine spannende Möglichkeit, in erneuerbare Energien zu investieren und die Energiewende aktiv zu unterstützen. Sie eignen sich besonders für Anleger:innen, die: Nachhaltig investieren möchten, Eine risikoarme Anlageform suchen, Teil einer demokratischen Gemeinschaft sein möchten
Einzelinvestment vs. Energiegenossenschaften
Einzelinvestment vs. Energiegenossenschaften Die Energiewende schreitet voran, und immer mehr Menschen interessieren sich für nachhaltige Investitionen. Dabei stehen oft zwei Möglichkeiten im Fokus: Entweder direkt in eine einzelne Energieanlage wie eine Solaranlage investieren oder Anteile an einer Energiegenossenschaft zeichnen. Doch welche Option ist langfristig sicherer, stabiler und für wen eignet sie sich? Einzelinvestment: Hohe Renditechancen, aber auch Risiken Einzelinvestments in erneuerbare Energien sind inzwischen nicht mehr nur vermögenden Privatpersonen oder Unternehmen vorbehalten. Auf u.a. Crowdinvesting-Plattformen können auch Kleinanleger:innen direkt in konkrete Projekte wie eine Wind- oder Solaranlage investieren – meist in Form von Nachrangdarlehen. Info-Box: Was ist ein Nachrangdarlehen: Ein Nachrangdarlehen ist eine besondere Form des Kredits. Im Falle einer Insolvenz werden Nachrangdarlehensgeber:innen erst nach allen anderen Gläubigern bedient – oft bleibt dann kein Geld zur Rückzahlung übrig. Sie tragen also ein höheres Risiko als klassische Kreditgeber:innen, erhalten dafür aber in der Regel auch eine höhere Verzinsung. Beim qualifizierten Nachrang vereinbaren die Parteien, dass die Forderungen des Anlegers schon dann nicht bedient werden, wenn die Rückzahlung einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Ein Nachrangdarlehen ist eine besondere Form des Kredits. Im Falle einer Insolvenz werden Nachrangdarlehensgeber:innen erst nach allen anderen Gläubigern bedient – oft bleibt dann kein Geld zur Rückzahlung übrig. Sie tragen also ein höheres Risiko als klassische Kreditgeber:innen, erhalten dafür aber in der Regel auch eine höhere Verzinsung. Beim qualifizierten Nachrang vereinbaren die Parteien, dass die Forderungen des Anlegers schon dann nicht bedient werden, wenn die Rückzahlung einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Vorteile eines Einzelinvestments über z.B. Crowdinvesting: Zugang zu konkreten Projekten: Anleger:innen können gezielt in einzelne Anlagen investieren, die ihnen sinnvoll erscheinen. Überschaubare Einstiegssummen: Oft reichen bereits wenige hundert Euro aus, um sich zu beteiligen. Transparenz: Die Projektinformationen sind in der Regel offen einsehbar, inkl. Betreiber, Standort und Laufzeit. Risiken eines Einzelinvestments: Klumpenrisiko: Das Investment hängt an einem einzigen Projekt. Fällt dieses aus, droht Totalverlust. Keine Mitbestimmung: Investor:innen haben in der Regel keine Einflussmöglichkeit auf Projektentwicklung oder -betrieb. Sie haben kein Mitspracherecht, obwohl sie oftmals Eigenkapital-ähnliche Risiken tragen. Laufzeitbindung: Während der Laufzeit des Projekts ist das Kapital gebunden, ein vorzeitiger Ausstieg ist nur selten möglich. Markt- und Projektunsicherheiten: Technische Probleme, Verzögerungen oder wirtschaftliche Schwierigkeiten können die Rückzahlung gefährden. Energiegenossenschaft: Stabile und gemeinschaftliche Investition Energiegenossenschaften bieten eine Alternative, die langfristige Stabilität und Risikostreuung in den Vordergrund stellt. Hier schließen sich viele Mitglieder zusammen, um gemeinsam in erneuerbare Energieprojekte zu investieren. Vorteile einer Energiegenossenschaft: Risikostreuung: Statt einer einzelnen Anlage investiert man in mehrere Projekte und verteilt das Risiko. Geringere Einstiegshürden: Oft kann man bereits mit wenigen hundert Euro Anteile zeichnen, wodurch die Investition zugänglicher ist. Professionelles Management: Erfahrene Teams kümmern sich um Wartung, Betriebsoptimierung und neue Investitionsmöglichkeiten. Nachhaltige und stabile Rendite: Genossenschaften agieren langfristig und nachhaltig, wodurch stabile Erträge möglich sind. Demokratische Mitbestimmung: Die Mitglieder der Genossenschaft haben als deren Eigentümer ein Mitspracherecht und Stimmrecht bei der Hauptversammlung. Kein operativer Aufwand: Als Mitglied profitiert man von den Erträgen, ohne sich um Wartung oder Betriebsführung kümmern zu müssen. Mögliche Nachteile einer Energiegenossenschaft: Geringere Flexibilität: Der Verkauf von Genossenschaftsanteilen ist zum Teil nur eingeschränkt oder nach bestimmten Fristen möglich. Begrenzte Rendite: Die Erträge sind meist stabil, aber nicht spektakulär hoch – Rendite steht nicht im Vordergrund, sondern der nachhaltige Zweck. Pflicht zur Rücklagenbildung: Energiegenossenschaften sind gesetzlich verpflichtet, einen Teil des Jahresüberschusses in Rücklagen einzustellen. Das stärkt zwar langfristig die Solidität, reduziert aber kurzfristig die ausschüttungsfähigen Gewinne für Mitglieder. Dividende schütteten Energiegenossenschaften im Durchschnitt 2018 aus (Quelle: solarserver/DGRV) 0 % Fazit: Gut informiert investieren – je nach Zielsetzung Einzelinvestments über Crowdinvesting bieten die Möglichkeit, sich direkt an konkreten Projekten zu beteiligen und dabei potenziell höhere Renditen zu erzielen. Gleichzeitig sind sie jedoch stärker von Einzelrisiken, Projektunsicherheiten und einer eingeschränkten Flexibilität geprägt. Energiegenossenschaften setzen auf langfristige Stabilität, gemeinschaftliches Engagement und Risikostreuung über mehrere Projekte hinweg. Wer besonderen Wert auf nachhaltige Strukturen, demokratische Mitbestimmung und Diversifikation legt, findet hier eine passende Möglichkeit, mit seinem Kapital einen echten nachhaltigen Mehrwert zu stiften – auch wenn die Renditeerwartung im Schnitt moderater ausfallen. Letztlich hängt die Entscheidung von den eigenen Prioritäten ab: Wer kurzfristige Gewinne und Projektbezug sucht, könnte mit Einzelinvestments richtig liegen. Wer jedoch langfristig, risikoärmer und gemeinschaftlich investieren möchte und aktiv mitwirken will an der Energiewende, findet in Energiegenossenschaften eine attraktive Möglichkeit.
Warum regionale Energiegenossenschaften die Energiewende vorantreiben
Warum regionale Energie-Genossenschaften die Energiewende vorantreiben Stell dir vor: Eine Solaranlage auf dem Dach einer Schule in Leipzig liefert sauberen Strom für die ganze Nachbarschaft. Ein Windpark in Norddeutschland, finanziert von Bürger:innen, versorgt hunderte Haushalte. Diese Projekte sind keine Träume – sie sind Realität, angetrieben von regionalen Energiegenossenschaften. Doch warum sind genau diese Initiativen so entscheidend für die Energiewende? Und wie kannst du Teil dieser Bewegung werden? Die Kraft der Region Die Energiewende ist mehr als nur ein unkonkretes Ziel – sie lebt von konkreten Projekten vor Ort. Regionale Energiegenossenschaften wie die Bürgerenergie Berlin oder Energiegenossenschaft Leipzig machen genau das: Sie bündeln das Kapital von Bürger:innen, um Solaranlagen, Windparks, Ladesäulen oder Wärmeenergie in ihrer Region zu finanzieren. Insgesamt nimmt der Anteil von erneuerbaren Energien in Deutschland kontinuierlich zu und auch der Anteil von Energie in Bürgerhand wächst. Energiegenossenschaften sind das Rückgrat der Energiewende, weil sie: Lokale Akzeptanz schaffen: Wenn Anwohner:innen selbst investieren, wie unter anderem bei der BürgerEnergie Nord, unterstützen sie Projekte aktiv und so steigert es die Akzeptanz vor Ort. Regionale Wirtschaft stärken: Das Geld bleibt in der Region, schafft Arbeitsplätze und fördert lokale Innovationen. So arbeitet z.B. die egNEOS vorrangig mit lokalen Anbietern. Lobbying für die Energiewende betreiben: Die Genossenschaften zeigen auch gegenüber der Politik, dass die Menschen in Deutschland an die Energiewende glauben und aktiv an ihr teilhaben wollen. Die BürgerEnergie Berlin hat lange aktiv und erfolgreich für die Rekommunalisierung des Stromnetzes der Hauptstadt gekämpft. Die Energiewende voranbringen: Genossenschaften setzen Projekte um, so hat die EG Leipzig in den letzten Jahren mehrere Solaranlagen, auch auf öffentlichen Gebäuden installiert. Die egis eG hat von Bayern bis Norddeutschland Solarparks aufgebaut, um die Menschen mit sauberer Energie zu versorgen. Über valueverde kannst du ganz einfach und schnell mit den Energiegenossenschaften in Kontakt treten und Mitglied werden. Demokratische Energie: Macht in deinen Händen Energiegenossenschaften sind mehr als nur eine Geldanlage – sie sind ein demokratisches Statement. Wenn du dich bei einer Genossenschaft wie egis eG beteiligst, erhältst du ein Stimmrecht, unabhängig davon, ob du 150 € oder 10.000 € investierst. Dieses Prinzip, „eine Person, eine Stimme“, gibt dir die Macht wirklich mitzuentscheiden – etwa, ob die nächste Solaranlage auf einer Schule oder einem Gemeindehaus gebaut wird oder wie hoch die Dividende sein soll. Rendite mit gutem Gewissen Natürlich wollen Investor:innen auch finanziell profitieren. Energiegenossenschaften bieten hier eine attraktive Mischung: Echte Nachhaltigkeit trifft auf Rendite. Studien des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands (DGRV) zeigen, dass Energiegenossenschaften oft jährliche zwischen 3 und 5 % ausschütten. Bei valueverde kannst du dir die Ausschüttungen der letzten fünf Jahre ansehen und vergleichen. valueverde: Dein Zugang zur Energiewende Die Herausforderung für viele? Die richtige Genossenschaft zu finden. Hier kommt valueverde ins Spiel. Die Plattform macht es dir einfach: 1 – Entdecke Genossenschaften: Finde die zu dir passende Energiegenossenschaft. 2 – Interesse am Beitritt: Fülle digital das Interessen-Formular aus und schicke es per Klick an die Genossenschaft. 3 – Mitglied werden: Die Genossenschaft kommt auf dich zu. Dein nächster Schritt Die Energiewende braucht dich – und mit valueverde ist der Einstieg so einfach wie nie. Ob du in Berlin, Leipzig oder anderswo lebst: Energiegenossenschaften bieten dir die Chance, die Zukunft aktiv mitzugestalten. Dein Investment ist mehr als Geld – es ist ein Statement für eine saubere, demokratische und lokale Energiezukunft. Bereit, loszulegen? Besuche valueverde, entdecke Genossenschaften in deiner Region und werde Teil der Energiewende. Dein Beitrag zählt!