163 Millionen Kilowattstunden: Was 19 Energiegenossenschaften 2025 wirklich gebaut haben Während die Politik über Energiewende-Ziele debattiert, schaffen Energiegenossenschaften Fakten. Eine Datenanalyse zeigt: Allein 19 dieser Akteure, die mit der Plattform valueverde kooperieren, haben 2025 insgesamt 39 Projekte realisiert – vom Kita-Dach bis zum großen Freiflächen-Solarpark. Die unterschätzte Kraft der Bürgerenergie Fast 163 Millionen Kilowattstunden Stromerzeugung pro Jahr, neu in Betrieb genommen. Das ist die Bilanz von 19 Energiegenossenschaften, die mit valueverde kooperieren und ihre Projektdaten melden. Zum Vergleich: Diese Menge würde rechnerisch ausreichen, um über 46.000 durchschnittliche Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen, bei einem Verbrauch von 3.500 kWh pro Haushalt. Also Energie für eine mittelgroße Stadt. Die Zahl überrascht, denn Bürgerenergie und Genossenschaften gelten vielen noch immer als Nischenprojekt: sympathisch, lokal verankert, aber im Großen und Ganzen vernachlässigbar. Die Fakten aber erzählen eine andere Geschichte. Diese 39 Projekte bilden die Aktivitäten der 19 Energiegenossenschaften ab, die aktuell mit valueverde kooperieren. Es ist also kein vollständiger Überblick über die deutsche Bürgerenergie-Landschaft, sondern ein datenbasierter Einblick in den Teil, der über die Plattform sichtbar ist. Was diese Daten zeigen, ist dennoch bemerkenswert – sowohl in der Größenordnung als auch in der Bandbreite. Daher lohnt es sich, einmal tiefer einzusteigen. Von der Kinderkrippe zum Mega-Solarpark Die Spannweite der Projekte ist erheblich. Am einen Ende der Skala: Eine Photovoltaikanlage auf der Kinderkrippe in Johannesberg, die jährlich 14.000 Kilowattstunden erzeugt. Am anderen Ende: Der Bürgersolarpark Darstadt der Genossenschaft egis mit einer Jahresproduktion von über 80 Millionen Kilowattstunden. Vier ausgewählte Projekte 2025: Solarenergie dominiert – aber nicht ausschließlich Von den 39 umgesetzten Projekten fallen 32 in den Bereich Solarenergie. Das ist wenig überraschend: Photovoltaik ist technisch ausgereift, wirtschaftlich berechenbar und vergleichsweise einfach zu realisieren. Sie bleibt der Einstiegspunkt und das Rückgrat der meisten Energiegenossenschaften. Doch das Portfolio wird breiter. Sieben Projekte widmen sich anderen Bereichen: 4 Ladesäulen (BürgerEnergie RheinSieg) 2 Carsharing-Standorte (BürgerEnergie RheinSieg) 1 Mobilitätsprojekt – ein Radhaus in Tharandt (Thagetes) Diese Projekte liefern zwar keine klassischen Stromerzeugungs-Kennzahlen, markieren aber einen wichtigen Trend: Energiegenossenschaften verstehen sich zunehmend als Infrastrukturakteure für eine integrierte Energiewende – nicht nur als Stromerzeuger. Kleine Projekte, große Wirkung Während die Großprojekte medial beeindrucken, entfalten die kleineren Anlagen eine andere Art von Wirkung: Sie machen die Energiewende alltäglich und greifbar. Beispiele aus 2025: Grundschule Stelle-Ashausen (Rosengarten eG): 80.000 kWh/Jahr Kita Apfelgarten, Neu Wulmstorf (Rosengarten eG): 24.000 kWh/Jahr Feuerwehr Karlstein (bla.energy): 73.000 kWh/Jahr Bauhof Büchen (BürgerEnergie Bille): 71.000 kWh/Jahr Diese Anlagen stehen auf Schulen, Kitas, Rathäusern oder Feuerwehrhäusern – Orten des täglichen Lebens. Sie schaffen Sichtbarkeit, lokale Identifikation und Akzeptanz. Energiewende wird hier nicht als abstraktes Konzept erlebt, sondern als konkrete Infrastruktur vor der eigenen Haustür. Was diese Zahlen bedeuten 163 Millionen Kilowattstunden klingen abstrakt. Konkret bedeuten sie: Stromversorgung für über 46.000 Haushalte (bei ca. 3.500 kWh/Jahr) Vermiedene CO₂-Emissionen: 87.600 Tonnen CO₂ pro Jahr (laut Projektdaten) – das entspricht den Jahresemissionen von rund 8.000 Durchschnittsdeutschen oder etwa 44.000 Autos Investitionsvolumen: Bei konservativen 1.000 Euro pro kWp installierter Leistung sprechen wir von dreistelligen Millionenbeträgen Und das ist nur ein Ausschnitt. Die 19 hier erfassten Genossenschaften sind ein Bruchteil der bundesweit aktiven Energiegenossenschaften. Hochgerechnet wird das Gesamtvolumen der Bürgerenergie deutlich größer sein – nur ist es bisher kaum sichtbar, weil die Daten fehlen. 163 Millionen Kilowattstunden klingen abstrakt. Konkret bedeuten sie: Stromversorgung für über 46.000 Haushalte (bei ca. 3.500 kWh/Jahr) Vermiedene CO₂-Emissionen: 87.600 Tonnen CO₂ pro Jahr (laut Projektdaten) – das entspricht den Jahresemissionen von rund 8.000 Durchschnittsdeutschen oder etwa 44.000 Autos Investitionsvolumen: Bei konservativen 1.000 Euro pro kWp installierter Leistung sprechen wir von dreistelligen Millionenbeträgen Und das ist nur ein Ausschnitt. Die 19 hier erfassten Genossenschaften sind ein Bruchteil der bundesweit aktiven Energiegenossenschaften. Hochgerechnet wird das Gesamtvolumen der Bürgerenergie deutlich größer sein – nur ist es bisher kaum sichtbar, weil die Daten fehlen. Warum Bürgerenergie funktioniert Die Stärke genossenschaftlicher Energieprojekte liegt nicht in spektakulären Ankündigungen, sondern in der Umsetzung. Drei strukturelle Vorteile stechen hervor: Lokale Verankerung schafft Akzeptanz Wer selbst Mitglied einer Energiegenossenschaft ist oder das Solardach auf der Schule der eigenen Kinder sieht, entwickelt ein anderes Verhältnis zur Energiewende. Akzeptanzprobleme, wie sie bei Großprojekten oft auftreten, sind hier selten. Genossenschaftliche Strukturen sind krisenfest Energiegenossenschaften agieren nicht quartalsgetrieben. Sie sind langfristig ausgerichtet, lokal verwurzelt und von ihren Mitgliedern getragen. Das macht sie weniger anfällig für kurzfristige Marktschwankungen oder politische Unsicherheiten. Skalierung durch Vielzahl, nicht durch Größe Bürgerenergie wächst nicht über zentrale Großakteure, sondern über viele parallele Initiativen. Das ist langsamer in der Ankündigung – aber oft schneller in der konkreten Umsetzung. Fazit: Bürgerenergie ist kein Nischenprojekt mehr Die 39 Projekte aus 2025 zeigen: Bürgerenergie ist operativ leistungsfähig und vielfältig aufgestellt. Sie reicht vom kleinen Kita-Dach bis zum Solarpark mit Dutzenden Megawatt Leistung. Sie umfasst nicht nur Stromerzeugung, sondern zunehmend auch Mobilität und Ladeinfrastruktur. Dieser Jahresrückblick ist kein vollständiger Marktüberblick. Er zeigt jedoch, was bereits heute sichtbar wird, wenn Energiegenossenschaften ihre Arbeit transparent dokumentieren. Und er legt nahe: Bürgerenergie ist größer, professioneller und relevanter, als viele vermuten. Die Energiewende braucht große Akteure und große Projekte – keine Frage. Aber sie braucht ebenso die vielen kleinen und mittleren Initiativen, die nicht nur planen, sondern tatsächlich bauen. Genau das tun Energiegenossenschaften. Seit Jahren. Messbar. Methodik & Abgrenzung Datenbasis:Dieser Beitrag basiert auf Projektdaten von 19 Energiegenossenschaften, die zum Zeitpunkt der Auswertung bei valueverde gelistet waren und ihre Projektdaten aktiv gepflegt haben. Zeitraum:Berücksichtigt wurden ausschließlich Projekte, die im Jahr 2025 umgesetzt oder in Betrieb genommen wurden. Abgrenzung:Der Datensatz erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit für alle Energiegenossenschaften in Deutschland. Er bildet vielmehr einen qualitativen Querschnitt jener Akteure ab, für die strukturierte, aktuelle Projektdaten vorliegen. Hinweis zu Kennzahlen:Bei bestimmten Projekttypen (z. B. Ladeinfrastruktur oder Carsharing) liegen naturgemäß keine Angaben zu Stromerzeugung oder CO₂-Einsparung vor. Diese Projekte wurden dennoch berücksichtigt, da sie Teil einer integrierten Energiewende sind. Datenbasis:Dieser Beitrag basiert auf Projektdaten von 19 Energiegenossenschaften, die zum Zeitpunkt der Auswertung bei valueverde gelistet waren und ihre Projektdaten aktiv gepflegt haben. Zeitraum:Berücksichtigt wurden ausschließlich Projekte, die im Jahr 2025 umgesetzt oder in Betrieb genommen wurden. Abgrenzung:Der Datensatz erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit für alle Energiegenossenschaften in Deutschland. Er bildet vielmehr
Wie misst man Wirkung?
Impact ist mehr als eine Zahl. Wie valueverde Wirkung messbar macht – und warum das für die Energiewende entscheidend ist.
valueverde ermöglicht erstmals digitalen Zugang zu internationalen Klimaschutzprojekten
valueverde ermöglicht erstmals digitalen Zugang zu internationalen Klimaschutzprojekten Leipzig, 11. Dezember 2025. Die digitale Investmentplattform valueverde hat The Generation Forest eG als erste Genossenschaft außerhalb des Energiesektors auf ihrer Plattform gelistet. Mit diesem Schritt erweitert das Leipziger Startup sein Angebot um nachhaltige Forstwirtschaftsprojekte und erschließt neue Bereiche des europäischen Genossenschaftsmarktes. Investorinnen und Investoren können über valueverde.de nun sowohl in lokale Energieprojekte als auch in internationale Klimaschutzprojekte investieren. The Generation Forest eG ist eine Hamburger Produktions- und Absatzgenossenschaft, die nach dem „Generationenwald-Prinzip“ degradierte Weideflächen in Panama aufforstet. Mit über 8.000 Mitgliedern und einer aufgeforsteten Fläche von mehr als 1.300 Hektar gehört die Genossenschaft mit ihren Partnern zu den größten gemeinschaftlich organisierten Aufforstungsprojekten weltweit. „Wenn wir kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten hinterlassen wollen, müssen wir heute die Natur nachhaltig wiederaufbauen, die bereits verlorengegangen ist. Genau das schaffen unsere Generationenwälder. Durch die Aufnahme auf valueverde können sich nun noch mehr Menschen an dieser wirkungsvollen Lösung mit finanzieller Rendite beteiligen“, begründet Charline Joost, Vorständin von The Generation Forest eG ihr Engagement. Dabei steht neben einer finanziellen Rendite durch den späteren Holzverkauf vor allem die positive Wirkung auf Klima, Umwelt und die Menschen vor Ort im Mittelpunkt. Und diese Wirkung ist messbar: Jeder Genossenschaftsanteil schafft 500 Quadratmeter Wald und speichert nach VERRA-Zertifizierung im Schnitt eine Tonne CO₂ pro Jahr. „Die Aufnahme von The Generation Forest zeigt, dass unser Infrastruktur-Ansatz über den Energiesektor hinaus funktioniert“, erklärt Nathanael Meyer, CEO von valueverde. „Genossenschaften sind in vielen Bereichen aktiv. Wir haben mit Energie begonnen und erweitern nun unser Angebot. Unser Ziel ist es, diese sichere und impactstarke Investmentform für neue Zielgruppen digital zugänglich zu machen.“ Digitale Infrastruktur für einen 176-Milliarden-Euro-Markt valueverde positioniert sich als erste regulierte Plattform für den digitalen Handel von Genossenschaftsanteilen in Deutschland. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben knapp 20 Genossenschaften gelistet und verzeichnet bereits ein Transaktionsvolumen im fünfstelligen Bereich. Der Fokus liegt auf der Schaffung digitaler Infrastruktur für einen Markt, der bislang weitgehend analog organisiert ist. valueverde wurde für diesen Ansatz kürzlich als eines der innovativsten Startups Sachsens im Rahmen des InnoStartBonus-Wettbewerbs ausgewählt. Langfristige Investments mit messbarer Wirkung Im Gegensatz zu den bisher auf valueverde gelisteten Energiegenossenschaften, die typischerweise Renditen zwischen 3 und 5 Prozent jährlich ausschütten, verfolgt The Generation Forest einen deutlich längerfristigen Ansatz. Erste Erträge aus der Holzvermarktung werden ab 2041 erwartet, jedoch steigt der Wert der Anteile jährlich um 4,5 Prozent. Genossenschaftsanteile können ab 1.633 Euro erworben werden, alternativ sind Sparpläne ab 30 Euro monatlich möglich. Über The Generation Forest eG The Generation Forest eG (Hamburg) ist eine eingetragene Genossenschaft, die seit 2016 nach dem Generationenwald-Prinzip tropische Mischwälder in Panama aufbaut. Die Genossenschaft verfügt über FSC-, VERRA- und B-Corp-Zertifizierungen und zählt über 8.000 Mitglieder aus 30 Ländern. Die operative Umsetzung erfolgt durch den langjährigen Forstpartner Futuro Forestal in Zusammenarbeit mit der Tochterfirma Waldmenschen S.A.. Reguliert. Digital. Bürgernah. Über valueverde In Deutschland sind mehr als 1.000 Energiegenossenschaften aktiv – und sie betreiben über 30 % der Bürgerenergieanlagen. Diese Genossenschaften erwirtschaften stabile Eigenkapitalrenditen zwischen drei und sechs Prozent pro Jahr, oft mit langfristigen Verträgen und Inflationsschutz. Dennoch sind sie bis heute ein weitgehend unbekanntes Anlagefeld. valueverde will das ändern. Als erste digitale Plattform für den Zugang zu Genossenschaftsanteilen macht das Leipziger FinTech diese wirkungsvolle Anlageklasse für Investoren transparent, zugänglich und handelbar. Ziel ist es, ein neues Investitionsökosystem für die Energiewende zu schaffen – bürgernah, reguliert und digital.
Nathanael Meyer im Payment & Banking-Podcast
Neu im Blog: Unser CEO Nathanael Meyer war im Payment & Banking Podcast zu Gast – und spricht darüber, wie Genossenschaften zu einem Schlüssel für die Finanzierung der Energiewende werden können.
Nachhaltiges Wirtschaften und lokale Energiewende: Wie HeimatBonus und valueverde Städte zukunftsfähig machen
Die Zukunft unserer Städte entsteht vor Ort – in unseren Vierteln und zwischen den Menschen, die täglich etwas bewegen. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet nicht nur Windräder und Solardächer, sondern auch die Unterstützung lokaler Händler und Initiativen.
Stiftung trifft Genossenschaft: Ein Perfect Match für nachhaltige Geldanlage
Stiftungen stehen heute mehr denn je vor der Herausforderung, ihre Kapitalanlagen so zu strukturieren, dass sie drei Kriterien erfüllen: ✅ Langfristige Sicherheit, um den Stiftungszweck nachhaltig zu gewährleisten.✅ Stetige Erträge, die verlässlich planbar sind.✅Wirkung, die über den Finanzmarkt hinausgeht und gesellschaftlichen Mehrwert stiftet. Genossenschaftsanteile erfüllen genau diese Anforderungen – und bieten Stiftungen zusätzlich einen besonderen Vorteil: Wenn die inhaltliche Ausrichtung einer Genossenschaft mit dem Stiftungszweck übereinstimmt, schlägt die Stiftung mit einer Kapitalanlage gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie erzielt Erträge und fördert gleichzeitig ihren eigenen Zweck. Warum Stiftungen und Genossenschaften so gut zusammenpassen Sowohl Stiftungen als auch Genossenschaften sind auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit ausgerichtet. Zum einen verfolgen Stiftungen ihren Zweck dauerhaft und generationenübergreifend, zum anderen sind Genossenschaften auf Stabilität und Mitgliederinteressen ausgerichtet, nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung. Diese strukturelle Nähe macht die Kombination attraktiv: Stiftungen können durch die Beteiligung an Energie- oder Sozialgenossenschaften nicht nur finanzielle Erträge erzielen, sondern zugleich ihre inhaltlichen Ziele unterstützen. Nachhaltige Wirkung statt reinem Finanzinvestment Ein wesentlicher Unterschied zu klassischen Anlageformen ist, dass beim Kauf von Aktien das investierte Kapital in der Regel nicht in das Unternehmen selbst fließt, sondern an den vorherigen Aktionär. Bei Genossenschaftsanteilen hingegen fließt das Geld direkt in die Genossenschaft – es finanziert konkrete Projekte, stärkt die Eigenkapitalbasis und schafft so unmittelbare Wirkung. Jede Kapitalanlage unterstützt also zugleich reale Projekte mit gesellschaftlichem Mehrwert – ob Energiewende, Wohnungsbau oder soziale Infrastruktur. Für Stiftungen ein wichtiger Mehrwert bei der Auswahl einer Anlageklasse. Und dazu sind Genossenschaften sehr sicher. Sicherheit und Regulierung Genossenschaften sind nicht nur wirkungsstark, sondern auch robust: Hinzu kommen klare Kündigungsfristen, ähnlich wie beim Festgeld. Das schafft Planbarkeit für Stiftungen, die oft mit festen Auszahlungszyklen arbeiten. Chancen und Risiken Wie jede unternehmerische Beteiligung sind auch Genossenschaftsanteile nicht völlig risikofrei. Doch gerade für Stiftungen können sie als beimischende Anlage sinnvoll sein – mit Chancen auf solide Erträge (häufig 3–6 % p. a.) und einem eingebauten Nachhaltigkeitsfaktor. Genossenschaftsanteile sind keine Nischenlösung mehr, sondern eine zukunftsweisende Ergänzung für Stiftungsporfolios. Sie verbinden: ✅ verlässliche Erträge✅ gesellschaftliche Wirkung✅ geringe Ausfallrisiken ➡️ Und wenn die Genossenschaft thematisch zum Stiftungszweck passt, dann verstärkt die Kapitalanlage sogar unmittelbar die Mission der Stiftung. Kurz gesagt: Stiftung und Genossenschaft – das ist ein Perfect Match.
valueverde erweitert Angebot für Corporate-Kunden
valueverde erweitert Angebot für Corporate-Kunden: Unternehmerische Verantwortung in der Region stärken Leipzig, 22. September 2025. Mit valueverde wird nachhaltiges Investieren für Unternehmen jetzt noch einfacher: Die Leipziger Plattform für Anteile an Energiegenossenschaften öffnet ihr Angebot gezielt auch für Corporate-Kunden – von Mittelständlern über Stiftungen bis hin zu Family Offices. Damit erhalten Unternehmen, öffentliche Organisationen oder auch Vereine die Möglichkeit, ihr Kapital werteorientiert, sicher und wirkungsstark einzusetzen. Mit valueverde war im August die erste Plattform an den Start gegangen, die den Zugang zu profitablen Energiegenossenschaften digital, sicher und einfach macht. Mit dem Corporate-Programm von valueverde erhalten Unternehmen erstmals die Möglichkeit, ihre finanzielle Stärke direkt in regionale Energieprojekte einfließen zu lassen. So entsteht nicht nur ein ökologischer Mehrwert, sondern auch eine klare wirtschaftliche Bindung zur eigenen Region. „Wer als Unternehmen in lokale Energiegenossenschaften investiert, stärkt die Infrastruktur vor Ort, sichert Akzeptanz in der Bevölkerung und übernimmt sichtbare Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften. Wir machen diesen Prozess digital, transparent und effizient – und eröffnen Firmen damit einen einfachen Weg, ökologische Wirkung mit regionaler Verantwortung zu verbinden“, skizziert Nathanael Meyer, Gründer und CEO von valueverde die Ziele. Neue Anlagechancen für Unternehmen Über valueverde können Firmen sicher in geprüfte Energiegenossenschaften investieren – sei es zur Stärkung der eigenen ESG-Bilanz, für nachhaltiges Treasury oder als Bestandteil von Mitarbeiter- und Kundenprogrammen. Die Beteiligungen sind in reale Projekte wie Solarparks, Windräder oder Mieterstrommodelle eingebunden und bieten stabile Erträge, gesellschaftlichen Impact und langfristige Planungssicherheit. „Wir öffnen Corporate-Kunden den Zugang zu einer Assetklasse, die bislang unterschätzt wurde. Energiegenossenschaften liefern nicht nur verlässliche Cashflows, sondern tragen direkt zum Klimaschutz und zur regionalen Wertschöpfung bei“, bringt es Meyer auf den Punkt. Grünes Investieren: Mit Sicherheit und Wirkung Neben diesem Corporate Programm mit valueverde Privatanleger schon ab 50 Euro Anteile an geprüften Energiegenossenschaften zeichnen. Sortiert nach Interesse für unterschiedliche Energieformen oder regionalen Vorlieben können die Anleger zwischen verschiedenen Projekten wählen. Die Genossenschaften sind in der Regel bereits am Markt etabliert und verfügen über langjährige Betriebserfahrung. Bereits kurz nach Beginn der Beta-Phase sind bereits über zehn unterschiedliche Energiegenossenschaften mit konkreten Projekten gelistet. Ziel ist es, bis zum zweiten Quartal 2027 über zehn Millionen Euro Kapital in nachhaltige Energieprojekte zu vermitteln. Damit schafft das Startup eine regulierte Infrastruktur für ein Marktsegment, das bisher fast vollständig offline funktioniert. Parallel wird die technische Infrastruktur für Partnerschaften mit Banken, Plattformen und Kommunen ausgebaut. Um diesen Markt weiterzuentwickeln, ist das vierköpfige Team um Gründer und CEO Meyer auch auf der Suche nach strategischen Partnern. Reguliert. Digital. Bürgernah. Über valueverde In Deutschland sind mehr als 1.000 Energiegenossenschaften aktiv – und sie betreiben über 30 % der Bürgerenergieanlagen. Diese Genossenschaften erwirtschaften stabile Eigenkapitalrenditen zwischen drei und sechs Prozent pro Jahr, oft mit langfristigen Verträgen und Inflationsschutz. Dennoch sind sie bis heute ein weitgehend unbekanntes Anlagefeld. valueverde will das ändern. Als erste digitale Plattform für den Zugang zu Genossenschaftsanteilen macht das Leipziger FinTech diese wirkungsvolle Anlageklasse für Investoren transparent, zugänglich und handelbar. Ziel ist es, ein neues Investitionsökosystem für die Energiewende zu schaffen – bürgernah, reguliert und digital.
Die Geschichte der Strom-Genossenschaften in Deutschland – von der Selbsthilfe zur Energiewende
Die Geschichte der Strom-Genossenschaften in Deutschland – von der Selbsthilfe zur Energiewende Stromgenossenschaften erleben derzeit ein beeindruckendes Comeback. Doch ihre Wurzeln reichen weit zurück, bis in die Anfänge der Elektrifizierung des ländlichen Raums. Stromgenossenschaften – oder wie sie heute oft heißen: Energiegenossenschaften – sind längst nicht mehr nur ein Relikt aus der Vergangenheit. Im Gegenteil: Sie boomen wie nie zuvor und werden zu einem wichtigen Baustein der Energiewende. In diesem Beitrag beleuchten wir die Geschichte der Energiegenossenschaften. Die Anfänge: Bürger nehmen die Energieversorgung selbst in die Hand Als Ende des 19. Jahrhunderts die Elektrizität in Deutschland Einzug hielt, konzentrierten sich die damaligen großen Energieunternehmen auf wirtschaftlich lukrative Ballungsräume – vor allem die großen Städte und industrielle Zentren. Ländliche Regionen blieben vielerorts unversorgt. Die Lösung kam aus der Mitte der Gesellschaft: Bürger:innen, Landwirte und Kommunen schlossen sich zusammen und gründeten eigene Stromgenossenschaften. Ihr Ziel: gemeinsam Stromnetze aufbauen und wortwörtlich Licht ins Dunkel bringen. Ein Meilenstein dafür war das Genossenschaftsgesetz von 1869, das spätestens ab 1889 im gesamten Deutschen Reich galt und rechtliche Sicherheit für solche Zusammenschlüsse bot. Boomzeit der Selbsthilfe – 1920er Jahre Nach dem Ersten Weltkrieg explodierte die Bewegung regelrecht. Bis 1928 entstanden etwa 6.000 Stromgenossenschaften! Nehmen wir Saig im Hochschwarzwald: 1919 gegründet, 1932 zur Genossenschaft geworden und bis heute aktiv. Oder Wittmund in Ostfriesland, seit 1922 dabei. Diese Zahlen zeigen: Hier war echte Pionierarbeit am Werk. Die Genossenschaften machten alles selbst: planen, finanzieren, Leitungen verlegen, Kraftwerke betreiben. Und das über Generationen hinweg. Der Rückgang: Zentralisierung und kommunale Versorger Mit dem Aufstieg zentraler Stromversorgungsstrukturen, dem Ausbau staatlicher Infrastruktur und der Gründung von Stadtwerken verloren viele Genossenschaften ihre Bedeutung oder wurden in die neuen größeren Strukturen integriert. Von den ehemals Tausenden existieren heute nur noch wenige Dutzend historische Stromgenossenschaften, die vor 1931 gegründet wurden. Die Renaissance: Stromgenossenschaften im 21. Jahrhundert Seit den 2000er Jahren erlebt die Idee der Stromgenossenschaft ein kraftvolles Comeback – dank Energiewende, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und einem veränderten gesellschaftlichen Wertewandel. Erleichterte Gründungsbedingungen – seit 2006 reichen drei Personen zur Gründung – und die wachsende Unzufriedenheit mit Großkonzernen befeuern die Entwicklung. Heute gibt es in Deutschland wieder rund 1000 Energiegenossenschaften. Diese betreiben gemeinschaftlich organisierte Solarparks, Windkraftanlagen, Nahwärmeverbünde oder E-Ladeinfrastruktur. Und das Beste: Sie tun dies demokratisch, nachhaltig und regional verwurzelt. Warum die Renaissance? Die Gründe im Überblick Echte Mitbestimmung: Bei einer Genossenschaft zählt nicht, wer das meiste Geld hat. Jedes Mitglied hat eine Stimme – damit ist die Genossenschaft eine demokratische Institution. Das schafft Vertrauen und macht Projekte populärer – denn nicht alleine Geld zählt. Das Geld bleibt hier: Statt dass die Gewinne in die Konzernzentrale fließen, bleiben sie in der Region. Arbeitsplätze, Investitionen, Wertschöpfung – alles vor Ort. In unsicheren Zeiten ist das auch ein Sicherheitsargument. Grün aus Überzeugung: Etwa 90 Prozent der Genossenschaften setzen auf Solar- und Windenergie. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Mieterstrom, gemeinsame Batteriespeicher – hier wird experimentiert und innoviert. Mehr als nur Strom: Genossenschaften schaffen Gemeinschaft. Sie stärken das Dorfgefühl, die regionale Identität. Das ist gelebte Solidarität – und ein Gegenmodell zur anonymen Konzernwelt. Von der Vergangenheit lernen – für die Zukunft gestalten Die Geschichte der Stromgenossenschaften zeigt: Wenn Menschen sich zusammentun, können sie Großes bewirken. Was einst als Notlösung begann, ist heute ein Symbol für die Beteiligung der Menschen an der Infrastruktur. Genossenschaften verbinden Tradition mit Innovation und bieten eine echte Alternative zur anonymen Energieversorgung durch Konzerne. Bei valueverde glauben wir fest an diese Idee. Deshalb machen wir es einfach, digital und transparent, Teil einer Energiegenossenschaft zu werden oder als bestehende Genossenschaft neue Mitstreiter zu finden. Fazit: Stromgenossenschaften sind ein Zukunftsmodell Vom Schwarzwald bis zur Küste, von den 1920ern bis zur Energiewende: Stromgenossenschaften haben schon einmal Geschichte geschrieben. Jetzt tun sie es wieder. Wer heute mitmacht, knüpft an eine über 100-jährige Erfolgsgeschichte an. Eine Geschichte, die gerade erst richtig losgeht.
„Die Akzeptanz für Agri-PV ist sehr hoch – besonders in Kombination mit Bürgergenossenschaften“
„Die Akzeptanz für Agri-PV ist sehr hoch – besonders in Kombination mit Bürger-Genossenschaften“ Foto: Bürgerverein Beuren Ob Genossenschaft, Gemeinde oder Landwirt – Agri-PV bringt sie zusammen. Axel Pustet im Gespräch über reale Projekte, politische Hindernisse und die Chancen einer neuen Solarbewegung. Was macht ihr bei axess solar genau – und wie bist du selbst zum Thema Agri-PV gekommen? Zum Thema Agri-PV bin ich gekommen, weil ich seit 2011 mit Nachführsystemen (umgangssprachlich Tracker genannt) zu tun habe. Von unseren eigenen Trackern haben wir in Afrika zwischen 2016 und 2020, also bis Corona mehr als 500 MW produziert, geliefert und installiert. Ein früherer Kollege hat mich 2022 auf ein Agri-PV-Projekt mit Trackern in Österreich aufmerksam gemacht, seitdem bin ich für das Thema Feuer und Flamme. Nach jahrelanger Arbeit mit großen internationalen Solarfirmen wollte ich kleinere, lokale Projekte für Landwirte und Energiegenossenschaften umsetzen. Mit axess solar machen wir genau das, wir beraten regionale Partner und verbreiten die Idee. Aktuell bearbeiten wir 116 Bauanträge für 1 MW-Agri-PV, davon sind 45 genehmigt. Zudem unterstützen wir z. B. den Bürgerverein Beuren e.V. bei einem 4,2 MW-Projekt in Singen, und gründen eine Genossenschaft für ein Bürgerenergie-Projekt an der Autobahn. „Letztendlich haben Bürgergenossenschaften deutliche Vorteile im Markt.“ Was macht Agri-PV aus deiner Sicht besonders spannend und wie gut funktioniert das mit der landwirtschaftlichen Nutzung unter den Modulen wirklich? Spannend ist einerseits, dass Agri-PV durch das EEG auf fast allen Flächen förderfähig ist. Zum anderen hoffen wir, dass sich der Kampf um landwirtschaftliche Flächen verändern wird, wenn diese gleichzeitig für die Energieerzeugung genutzt werden. PV-Anlagen liefern ca. 40-fach mehr Energie als Energiepflanzen für Biogasanlagen. So bleiben landwirtschaftliche Flächen erhalten, und Höfe gewinnen ein zusätzliches Standbein, was ihr Überleben sichert. Tracker-PV-Anlagen erzeugen mehr Strom in den Randstunden, wenn Energie knapp und teuer ist, und reduzieren den Bedarf an Batterien, die für die Energiewende essenziell sind. Durch die Erfahrung mit zig Bauanträgen sind wir natürlich auch sensibilisiert worden. Wir lehnen mittlerweile Kunden ab, die „Alibi-Agri-PV“ errichten wollen, bei der zu geringe Reihenabstände die landwirtschaftliche Nutzung einschränken. Eine von uns in Auftrag gegebene Fraunhofer-ISE-Studie (2023) bestätigt, dass Agri-PV bei geeigneten Abständen sowohl landwirtschaftliche als auch Solarerträge für Kulturen wie Gemüse, Raps oder Weizen sichert. Erste Anlagen belegen dies auch in der Praxis. Axel Pustet Axel Pustet ist Geschäftsführer der axess solar GmbH und Pionier im Bereich Freiflächen-Photovoltaik mit Nachführsystemen. Seit 2011 realisiert er nationale und internationale Tracker‑PV‑Projekte und fördert als Mentor im Bundesverband Bürgerenergie gezielt Agri‑PV‑Vorhaben von Energiegenossenschaften. Ihr arbeitet auch mit Energiegenossenschaften zusammen, wie läuft so eine Zusammenarbeit ab und was würdest du Genossenschaften, die sich dafür interessieren mit auf den Weg geben? Wir sind Mentor im Programm des Bundesverbands Bürgerenergie, das Bürgerenergiegenossenschaften Agri-PV näherbringt. Am 1./2. Juli 2025 findet ein Workshop vor Ort auf der Agri-PV-Anlage in Beuren (Singen) statt. Voraussetzung für erfolgreiche Projekte ist eine detaillierte Analyse, um Risiken auszuschließen. Man muss sich alles ansehen, die Einspeisemöglichkeiten ins Netz bzw. Kombination mit anderen Energieformen (z. B. Fernwärme), rechtliche Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeit, Bodenrisiken sowie Solar- und landwirtschaftliche Erträge. Auch Fragen, wie stelle ich sicher, dass ich den Status Agri-PV langfristig nicht verliere, sind wichtig. Gibt es bereits realisierte Projekte, bei denen sich gezeigt hat, dass Agri-PV und Bürgerenergie besonders gut harmonieren? Welche Erfahrungen konnten dabei gesammelt werden – auch im Hinblick auf Akzeptanz, Wirtschaftlichkeit und Zusammenarbeit? Die Akzeptanz für Agri-PV ist sehr hoch, wobei Behörden zunehmend auf „echte“ Agri-PV achten. Gemeinden lehnen oft normale PV ab, begrüßen aber Agri-PV, besonders in Kombination mit Bürgergenossenschaften oder Vereinen. Die Einbindung der Gemeinde erleichtert den Prozess zusätzlich. Genehmigungsverfahren bei Landratsämtern und Städten laufen mit Agri-PV schneller, insbesondere wenn Bürger beteiligt sind, wie beim 4,2 MWp-Projekt in Beuren. Beim Spatenstich waren der Bürgerverein, die Sparkasse, der Bürgermeister, der Anlagenbauer und unterstützende Politiker aus Bundestag und EU anwesend – es war eine große Ehre für uns auch dabei gewesen zu sein. „Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber im Endeffekt ist es China.“ In deiner Arbeit mit verschiedensten Akteuren der Energiewende, wo siehst du die Rolle der Genossenschaften in fünf Jahren – eher als nette Ergänzung oder als echten Treiber der Energiewende mit einem hohen Anteil an der Energieerzeugung? Die Bürgerenergiegenossenschaften werden nicht die sogenannten „großen“ ersetzen können. Ich hoffe aber schon, dass Bürgergenossenschaften einen höheren Anteil an der Stromerzeugung erreichen. Viele Projekte mittlerer Größe, z.B. 5 bis 15 MW sind in der Hand von Bürgergenossenschaften deutlich einfacher zu realisieren. Ich denke, dass auch die Kommunen und die aktuell aufkommenden Regionalwerke lieber mit Bürgergenossenschaften zusammenarbeiten wollen. Letztendlich haben Bürgergenossenschaften durch die regionale Wertschöpfung deutliche Vorteile im Markt, die sie auch nutzen werden. Die „großen“ haben Tracker (nur in Deutschland) noch nicht so sehr auf dem Radar, Agri-PV bietet Möglichkeiten, hier einfach schneller zu sein. Du bist schon seit Jahren aktiv im Bereich der Energiewende, in Deutschland und darüber hinaus. Wenn du mit all deiner Erfahrung auf die aktuelle Lage schaust, insbesondere im Bereich Agri-PV, wo siehst du derzeit die größte Chance für eine gelingende Transformation? Was muss die Politik konkret angehen? Die letzte Bundesregierung hat viel getan, viel auf den Weg gebracht, wie das Solarpaket 1, das seit Mai 2024 in Kraft ist. Es sieht einen deutlich erhöhten Technologiebonus für Agri-PV vor. Manchen ist der zu hoch, aber wir sehen ihn als notwendige, vorübergehende Anschubfinanzierung für die Etablierung der besten Form der solaren Energieerzeugung. International sind Tracker Standard und nur in Deutschland die Ausnahme. Das ist auch logisch, da Tracker ca. 25 % mehr Ertrag bringen. Die EU-Beihilfegenehmigung fehlt aktuell noch und das führt dazu, dass fertig errichtete Anlagen – wie in Beuren – nicht eingeschaltet werden. Der Hintergrund ist, dass die EU im Zeichen der erhöhten Preise für Strom zu Beginn des Kriegs in der Ukraine gefordert hat, die sogenannten „Übererlöse“ auch der Solar- und Windanlagen gesetzlich abzuschöpfen. Ich bin zuversichtlich, dass die Beihilfegenehmigung kommt, da im Wirtschaftsministerium daran gearbeitet wird, und uns auch hochrangige Politiker aller Parteien unterstützen. Natürlich haben auch wir Bedenken, dass durch die Besetzung des Wirtschaftsministeriums aus dem Management von großen Energieversorgern die fossile Oil&Gas Industrie, wie in den USA auch,
Die Zukunft der BürgerEnergie: Trends und Ausblick
Die Zukunft der BürgerEnergie: Trends und Ausblick Die deutsche Energiewende befindet sich in einer entscheidenden Phase. Während der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bereits 58 Prozent erreicht hat, spielen Bürgerenergiegenossenschaften eine immer wichtigere Rolle bei der dezentralen Energieversorgung. Doch welche Entwicklungen zeichnen sich für die kommenden Jahre ab? Eine starke Basis Energiegenossenschaften sind ein Erfolgsmodell. Ende 2023 gab es in Deutschland rund 900 Energiegenossenschaften mit etwa 225.000 Mitgliedern. Zusammen haben sie über 3,2 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert. Der Großteil, fast 95 % der Mitglieder, sind Privatpersonen, was eine enge Verbindung zur Gemeinschaft zeigt. Wie attraktiv das Modell ist, zeigen auch die Neugründungen. Im Jahr 2024 kamen etwa 70 neue Genossenschaften hinzu, viele im Bereich der Nahwärme-Versorgung. Energiegenossenschaften warten nicht auf die Zukunft, sondern gestalten sie aktiv mit. Auf dem Weg in die Zukunft: Sechs zentrale Trends 1. Digitalisierung und smarte Stromnetze Die Energiewirtschaft wird digitaler. Intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, helfen Genossenschaften, ihre Anlagen effizienter zu nutzen und flexibel auf Schwankungen im Netz zu reagieren. Künstliche Intelligenz (KI) prognostiziert Energieerzeugung und -verbrauch präzise, was die Netzstabilität stärkt. Laut dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) könnten Smart Grids bis 2030 bis zu 20 % der Betriebskosten senken. Doch viele Technologien sind noch in der Erprobung, und auch Genossenschaften müssen kluge Investitionsentscheidungen treffen. 2. Blockchain: Transparenz im Energiehandel Blockchain-Technologie verspricht, den Energiehandel zu revolutionieren. Sie ermöglicht direkte Transaktionen zwischen Erzeugern und Verbrauchern – etwa Nachbarn, die Strom teilen – ohne Zwischenhändler. Besonders für Herkunftsnachweise von grünem Strom bietet Blockchain Potenzial. Allerdings befinden sich die meisten Projekte noch in der Pilotphase. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts sind Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Technologie noch nicht ausgereift (Quelle: Fraunhofer FIT, 2024). 3. Sektorenkopplung: Energie ganzheitlich denken Die Zukunft liegt in der Verknüpfung von Strom, Wärme und Mobilität. Energiegenossenschaften erweitern ihr Portfolio, etwa durch: Power-to-Heat: Überschüssiger Strom wird in Wärme umgewandelt. Elektromobilität: Aufbau von Ladestationen für E-Autos. Wasserstoff: Nutzung von Überschussstrom für die Elektrolyse. Diese Ansätze eröffnen neue Geschäftsfelder, erfordern aber hohe Investitionen und technisches Know-how. Laut Statista könnte der Wasserstoffmarkt in Deutschland bis 2030 ein Volumen von 10 Milliarden Euro erreichen. Mitgliederstruktur von Energiegenossenschaften in Deutschland im Jahr 2023 (Quelle: DGRV) 0 % Privatpersonen Unternehmen / Banken 0 % Landwirte 0 % Kommunen / Kirchen 0 % 4. Dezentralisierung: Energie vor Ort Die Energiewende wird zunehmend lokal. Kleine Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Blockheizkraftwerke prägen das Bild. Virtuelle Kraftwerke (Virtual Power Plants) bündeln dezentrale Anlagen und vermarkten deren Strom effizient. Für Genossenschaften, die traditionell lokal verwurzelt sind, bietet dies große Chancen. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) könnten virtuelle Kraftwerke bis 2030 bis zu 15 % des Strommarkts abdecken. 5. Neue Speichertechnologien Energiespeicher sind essenziell, um Schwankungen bei Wind und Sonne auszugleichen. Neben Lithium-Ionen-Batterien gewinnen Alternativen wie Druckluftspeicher, thermische Speicher oder Power-to-Gas an Bedeutung. Für Genossenschaften bieten Speicher die Chance, ihren Strom gezielt zu vermarkten und Netzdienstleistungen anzubieten. Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts könnten Batteriespeicher bis 2030 um 30 % günstiger werden (Quelle: Fraunhofer ISE, 2024). 6. Bessere Rahmenbedingungen durch Politik Die Politik unterstützt die Bürgerenergie. Die EU-Richtlinie für erneuerbare Energien (RED II) erkennt Energiegemeinschaften rechtlich an und stärkt ihre Position. In Deutschland werden Vereinfachungen bei Gründung und Betrieb von Genossenschaften sowie steuerliche Erleichterungen diskutiert. Diese Entwicklungen könnten die Attraktivität der Bürgerenergie weiter steigern. Fazit: Die Bürgerenergie hat Zukunft Die Bürgerenergie ist ein zentraler Treiber der Energiewende. Mit innovativen Technologien, neuen Geschäftsmodellen und politischer Unterstützung haben Energiegenossenschaften großes Potenzial. Doch der Erfolg hängt davon ab, ob sie neue Technologien wirtschaftlich integrieren, genug Kapital einsammeln und ihre Mitglieder für komplexere Projekte begeistern können.