Wie misst man Wirkung?

Wie viel Impact erbringen wir eigentlich für die Gesellschaft? Diese Frage steht im Zentrum unserer Mission bei valueverde. Unser Ziel ist nicht nur, Investitionen in Energiegenossenschaften zu vereinfachen – wir wollen die Energiewende messbar voranbringen, indem wir Bürgerenergie besser finanzieren.

Doch sobald man über Impact spricht, folgt die nächste, schwierigere Frage: Was genau ist Impact – und wie lässt er sich messen?

Impact ist mehr als Output: Von Kennzahlen zu echter Wirkung

Oft wird Wirkung mit einfachen Kennzahlen verwechselt: installierte Kilowattstunden, investierte Euro oder vermiedene CO₂-Emissionen. Diese Zahlen sind wichtig für die finanzielle Bewertung – aber sie erzählen nur einen Teil der Geschichte.

Impact beginnt dort, wo Veränderung entsteht: bei Menschen, die sich erstmals an der Energiewende beteiligen. Bei Regionen, die Wertschöpfung vor Ort halten. Bei Genossenschaften, die neue Projekte realisieren können, weil Kapital verfügbar wird. Wirkung ist also kein einzelner Wert, sondern eine Kette von Veränderungen, die finanzielle Investments in gesellschaftlichen Nutzen übersetzen.

Wissenschaftlicher Ansatz zur Wirkungsmessung

Um diese Wirkung systematisch zu erfassen, arbeiten wir mit dem Public Value Hub Leipzig zusammen. Dort wurde mit INLUMA ein Tool entwickelt, das Organisationen dabei unterstützt, ihre Wirkung auf einer wissenschaftlich fundierten Wirkungslogik aufzubauen und zu messen.

Seit Kurzem setzen wir INLUMA bei valueverde aktiv ein. Unser Ziel im ersten Projektabschnitt ist es, eine klare Wirkungslogik zu definieren, relevante Wirkungsdimensionen festzulegen und erste belastbare Wirkungsdaten zu erheben. Dabei geht es ausdrücklich nicht um Marketing-KPIs, sondern um nachvollziehbare, überprüfbare Wirkung, die den Zusammenhang zwischen Finanzen und Impact transparent macht.

Unsere Wirkungslogik: Vom Kapital zur messbaren Veränderung

Die Wirkungslogik von valueverde lässt sich als mehrstufiger Prozess verstehen, der finanzielle Mittel in gesellschaftliche Wirkung transformiert.

Als Instrument dient valueverde als digitale Infrastruktur für den Zugang zu Energiegenossenschaften. Durch diese Infrastruktur entsteht messbarer Output: mehr investiertes Kapital in Bürgerenergie, mehr Mitglieder in Genossenschaften und geringere Einstiegshürden für finanzielle Beteiligung.

Dieser Output führt zu konkreten Outcomes: mehr erneuerbare Energieprojekte werden realisiert, regionale Wertschöpfung steigt, und Bürger:innen werden aktiv an der Energiewende beteiligt. Die finanziellen Mittel werden so zu einem Motor für lokale Entwicklung.

Der langfristige Impact zeigt sich dann in verschiedenen Dimensionen: CO₂-Reduktion durch zusätzliche erneuerbare Erzeugung, Stärkung demokratischer Teilhabe durch wirtschaftliche Mitbestimmung und höhere Akzeptanz der Energiewende vor Ort. Die Verbindung von Finanzen und Wirkung wird hier besonders deutlich – privates Kapital schafft öffentlichen Wert.

Zielmetriken: Impact messbar machen

Eine einzelne „Impact-Zahl“ wird dieser Komplexität nicht gerecht. Deshalb arbeiten wir mit mehreren Zielmetriken, die das Zusammenspiel von Finanzen und Wirkung abbilden. Dazu gehören das mobilisierte Kapital für Energiegenossenschaften, die zusätzliche erneuerbare Erzeugungskapazität und die damit verbundenen vermiedenen CO₂-Emissionen. Ebenso relevant sind die Anzahl neu gewonnener Genossenschaftsmitglieder und die regionale Verteilung der Investitionen.

Entscheidend ist dabei nicht nur die absolute Zahl, sondern die Zusätzlichkeit: Was wäre ohne valueverde nicht passiert? Welche Wirkung entsteht tatsächlich durch unsere Plattform, die ohne diese finanzielle Infrastruktur ausgeblieben wäre?

Transparenz als Ziel: Wirkung sichtbar und vergleichbar machen

Langfristig wollen wir Wirkung nicht nur intern messen, sondern transparent machen – für Investor:innen, die verstehen wollen, welchen Impact ihre Finanzen erzeugen, für Genossenschaften, die ihre Wirkung dokumentieren möchten, und für Politik und Öffentlichkeit, die Erfolge der Energiewende bewerten wollen.

Denn nur was sichtbar ist, kann verglichen, verbessert und skaliert werden. Mit INLUMA und der Zusammenarbeit mit dem Public Value Hub legen wir dafür jetzt das Fundament. Wirkungsmessung ist kein Selbstzweck – sie ist ein Werkzeug, um bessere Entscheidungen zu treffen und die Energiewende dort zu beschleunigen, wo sie beginnt: vor Ort, durch Bürgerenergie, finanziert von denen, die den Impact direkt erleben.

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